Meldungsdatum: 14.02.2025
Die Veranstaltungsreihe „Klimadialog Ennepe-Ruhr“ hat in ihren ersten beiden Veranstaltungen zentrale Themen rund um Klimaschutz und nachhaltige Quartiersentwicklung aufgegriffen. Ziel der Reihe ist es, ein Netzwerk von Akteurinnen und Akteuren zu schaffen, die gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickeln. Das Format hat Vorbildcharakter – der Verband der Wohnungswirtschaft würdigt die Kooperation zwischen Kommune und Wohnungswirtschaft als besonders gelungene und beispielhafte Zusammenarbeit.
Im Interview sprechen Demografiebeauftragte Christa Beermann, Klimaschutzmanager Dirk Vietmeier und Dr. David Wilde, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft hwg, über die Entstehung, den Verlauf und die Chancen der Veranstaltungsreihe.
pen: Was war die Idee hinter der Veranstaltungsreihe „Klimadialog Ennepe-Ruhr“?
Dirk Vietmeier, Klimaschutzmanager des Ennepe-Ruhr-Kreises: „Wir wollten nicht nur isoliert über Klimaschutz reden, sondern auch die sozialen und demografischen Herausforderungen mit einbeziehen, um eine nachhaltige und klimaresiliente Zukunft zu gestalten. Der Klimadialog soll dabei als offenes Forum dienen, in dem alle Akteurinnen und Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen – ob Verwaltung, Wohnungswirtschaft oder Ehrenamt – miteinander ins Gespräch kommen und ihre Ideen austauschen.“
pen: Warum gehören Fragen der sozialen Gerechtigkeit so eng in die Diskussion um Klimaschutz und nachhaltige Quartiere?
Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises: „Weil Klimaschutz und Stadtentwicklung alle Menschen betreffen – aber nicht alle die gleichen Möglichkeiten haben, mit den Herausforderungen umzugehen. Ältere Menschen oder Familien mit wenig Einkommen sind oft stärker von Hitze betroffen, weil ihre Wohnungen schlechter gedämmt sind oder sie sich keinen kühlen Rückzugsort leisten können. Wenn wir Quartiere klimaresilient gestalten, geht es also nicht nur um Umweltfragen, sondern auch um soziale Gerechtigkeit. Barrierefreiheit bedeutet nicht nur stufenlose Eingänge, sondern auch Schattenplätze, erreichbare Grünflächen oder Treffpunkte, die für alle nutzbar sind. Wenn wir von Anfang an solche Aspekte mitdenken, profitieren am Ende alle davon.
pen: Was ist Ihrer Meinung nach der wichtigste Aspekt dieser Zusammenarbeit?
Dr. David Wilde, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft hwg: „Wir haben bereits in den ersten Veranstaltungen gemerkt, dass so ein Dialog einen echten Mehrwert schafft. Es geht nicht darum, große Durchbrüche in einer Veranstaltung zu erzielen, sondern immer wieder kleine, aber wichtige Impulse zu setzen, die vor Ort spürbare Veränderungen bewirken können. Oft machen gerade die kleinen Dinge den Unterschied – eine begrünte Mülltonnenbox, eine E-Rikscha für mehr Mobilität für Hochbetagte oder Ackerflächen zum Anbau von Obst und Gemüse in Gemeinschaftsgärten von Mietwohnungen.
In der letzten Veranstaltung zu den ´lebenswerten und klimaresilienten Quartieren‘ haben wir zum Beispiel auch Ehrenamtliche eingebunden. Das war eine wertvolle Erfahrung, denn diese Gruppe hat oft ein tiefes Wissen darüber, was vor Ort wirklich gebraucht wird. So konnten wir gemeinsam erarbeiten, wie man Quartiere so gestalten kann, dass sie nicht nur klimafreundlicher, sondern auch für alle Generationen zugänglich und nutzbar sind.“
Beermann: „Genau, der Austausch in solchen Veranstaltungen ist unglaublich wertvoll. Es geht nicht nur um die Präsentation von Lösungen, sondern auch darum, dass alle Akteure voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Unser Ziel für die Zukunft ist es, den Klimadialog fortzuführen und ihn einmal oder zweimal jährlich stattfinden zu lassen. So können wir kontinuierlich einen Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger, klimafreundlicher und sozial gerechter Quartiere leisten. Aktuell planen wir die nächste Veranstaltung, sie wird voraussichtlich noch vor den Sommerferien stattfinden.“
Pressekontakt: Lisa Radtke
V.l.n.r.: Demografiebeauftragte Christa Beermann und Klimaschutzmanager Dirk Vietmeier vom Ennepe-Ruhr-Kreis mit Laureen Brandt, Verantwortliche für Unternehmenskommunikation und Organisation des Klimadialogs bei der hwg, sowie hwg-Vorstandsvorsitzender Dr. David Wilde.
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