Meldungsdatum: 25.03.2025

awm stellen auf Ein-Kammer-Fahrzeuge um

Änderungen in der Restabfallabfuhr in den Innenstadtrevieren

Korrekturhinweis: Die Überschrift wurde angepasst und eine Präzisierung im Text vorgenommen.

Münster (SMS) Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) setzen ab dem 31. März in der Innenstadt neue Fahrzeuge zur Abfallabfuhr ein. Biotonnen und Restabfalltonnen werden künftig separat von sogenannten Ein-Kammer-Fahrzeugen geleert.

Das Wichtigste vorab: An den Abfuhrtagen ändert sich für die Bürgerinnen und Bürger nichts. Sie bemerken die Änderung, weil die awm den Restabfall nicht mehr in einem Zwei-Kammer-Fahrzeug – eine Kammer für den Restabfall, eine Kammer für den Bioabfall – abholen. Stattdessen wird der Restabfall in einem Ein-Kammer-Fahrzeug geladen und der Bioabfall am gleichen Tag in ein zweites Fahrzeug mit ebenfalls nur einer Kammer. Mitte des vergangenen Jahres haben die awm diese Umstellung von Zwei-Kammer-Fahrzeugen auf Ein-Kammer-Fahrzeuge in der Innenstadt bereits für die Kombination Papier- und Bioabfall erfolgreich durchgeführt.

Geringere Kosten, Vorteile beim Recycling

Ein wesentlicher Grund für die Umstellung ist, dass Zwei-Kammer-Fahrzeuge nicht mehr produziert werden. „Es gibt darüber hinaus überzeugende ökologische und ökonomische Argumente für die Umstellung“, erklärt awm-Sprecherin Manuela Feldkamp-Bode. Ein-Kammer-Fahrzeuge können anders als Zwei-Kammer-Fahrzeuge auf emissionsfreie Antriebe wie Elektro-Antrieb umgestellt werden. Sie haben zudem nur einen Aufbau und damit ein geringeres Leergewicht als die Zwei-Kammer-Fahrzeuge mit zwei Aufbauten. Die Abfallmengen, die insgesamt erfasst werden können, sind damit höher.

Geringer fallen hingegen die Wartungsarbeiten und Ausfallzeiten durch technische Defekte aus. Und noch ein weiteres Problem löst sich durch die Umstellung. „Trotz der Trennung der Abfälle im Zwei-Kammer-Fahrzeug blieb es beim Entladen nicht immer aus, dass die nassen Bioabfälle das eingesammelte Papier verschmutzten und die Qualität des Recyclingmaterials litt.“ Die Rechnung ist einfach: Je besser das Material, desto besser das Recycling und der Ressourcenschutz. Zugleich sind die Anschaffungskosten für Ein-Kammer-Fahrzeuge geringer und es gibt mehr Anbieter auf dem Markt.

Uhrzeiten der Tonnenabfuhr können abweichen

Die Bürgerinnen und Bürger im Innenstadtbereich bittet Feldkamp-Bode um Verständnis, wenn es in den ersten Wochen der Testphase nicht sofort störungsfrei läuft. Durch die Umstellung werden zum Teil auch die Teams neu gemischt. „Mitarbeitende sind dadurch nicht zwangsläufig in ihren Stammrevieren unterwegs und kennen noch nicht jeden Tonnenstandort wie ihre Westentasche“, so Feldkamp-Bode.

Es kann außerdem sein, dass die Biotonne bereits morgens geleert wird, die Restabfalltonne erst am späteren Nachmittag – oder umgekehrt. Die Bürgerinnen und Bürger sollten ihre vollen Tonnen deshalb nicht vorzeitig von der Straße holen, ein Anruf beim awm-Kundencenter (Tel. 02 51/60 52 53) oder eine Info per Mail (kundencenter@stadt-muenster.de) sollte erst am Tag nach dem regulären Abfuhrtag erfolgen.