Meldungsdatum: 27.03.2025
Daher ist in der Gemeinde Bönen ein neues Präventionskonzept entstanden, das darauf abzielt, alle beteiligten Akteure zu vernetzen, frühzeitig Probleme in Familien zu erkennen und diese gezielt anzugehen. Das Konzept wurde durch die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Bönen und dem Kreis Unna entwickelt.
Das Präventionskonzept orientiert sich an den Prinzipien des Bundeskinderschutzgesetzes (BKiSchG) und des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG). Im KJSG richtet sich das Augenmerk verstärkt auf Kernbereiche wie allgemeine Prävention, Intervention und Schutz der Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe.
Das Präventionskonzept soll in Bönen eine zentrale Rolle spielen. „Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen ein unbeschwertes Aufwachsen zu ermöglichen“, erklärt Bönens Bürgermeister Stephan Rotering und betont, wie wichtig es sei, frühzeitig in Familien zu kommen, um nicht nur Symptome zu behandeln, sondern auch die Ursachen von Problemen anzugehen.
Das neue Konzept wird deshalb als Gesamtstrategie verstanden, die darauf abzielt, die Bereiche Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe sowie Soziales kommunen- und fachbereichsübergreifend eng miteinander zu verknüpfen. Dies soll idealerweise nahtlos den gesamten Entwicklungsprozess von Kindern begleiten – von der Schwangerschaft und Geburt bis hin zum Übergang der Jugendlichen ins Berufsleben. So wird eine kontinuierliche und ganzheitliche Unterstützung ermöglicht, um Familien in jeder Phase zu stärken.
Ein Beispiel für die Zusammenarbeit verschiedener Akteure: Haben Jugendliche nicht sofort einen guten Start ins Berufsleben, wird Beratung und Unterstützung vom Fachbereich Familie und Jugend, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gemeinsam angeboten. Auch die neue Website www.united.nrw für Fachkräfte, Jugendliche sowie Familien steht der Zielgruppe im Rahmen der Ausbildungsoffensive im Kreis Unna zur Verfügung. All diese Angebote werden zur sogenannten Präventionskette verbunden und im Präventionskonzept beschrieben.
„Das Konzept setzt auf eine gemeinsame Verantwortung und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, um jedem Kind – insbesondere denen mit besonderem Unterstützungsbedarf – bestmögliche Chancen zu bieten“, erklärt Jugendhilfeplanerin Monika Thünker vom Kreis Unna. Und Ilka Essers, Sachgebietsleiterin Kinder- und Jugendförderung und Familienbüro Kreis Unna, ergänzt: „Außerdem verhindert das Konzept, dass verschiedene Stellen an einem Fall arbeiten, ohne voneinander zu wissen.“ PK | PKU
BU: Von li.: Jan Albrecht und Khaled Abdulaal von der Gemeinde, Bürgermeister Stephan Rotering, Jugendhilfeplanerin Monika Thünker und Sachgebietsleiterin Ilka Essers vom Kreis Unna. Foto Kira Presch - Westfälischer Anzeiger
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