Meldungsdatum: 31.03.2025
Die Feierstunde zur Vergabe des Integrationspreises am vergangenen Donnerstag (27. März) in der Städtischen Galerie begann mit einer Überraschung. Der Integrationsrat der Stadt Iserlohn hatte unter dem Motto „Es geht nur gemeinsam" erneut einen Preis für Maßnahmen und Aktivitäten ausgelobt, die eine migrationswirksame und fördernde Wirkung haben. Der Vorsitzende Ayman Alaiz konnte verkünden, dass diesmal zwei Projekte derart überzeugt haben, dass es in diesem Jahr zwei Preisträger gibt: Die Grundschule Im Wiesengrund und die University of Europe for Applied Science, die ihren Sitz am Reiterweg in Iserlohn hat.
Der Zeitpunkt der Preisvergabe sei nicht zufällig gewählt, so Auyman Alaiz. Die Wochen vom 17. bis 28. März wurden von der Stiftung gegen Rassismus zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ erklärt, an denen sich auch der Märkische Kreis beteiligte. Die Gesellschaft stehe aufgrund der aktuellen Vorkommisse im Land vor großen Herausforderungen. Der Integrationsrat stehe für Zusammenhalt und ein Miteinander in Iserlohn. Es sei wichtig, auf Menschen und Institutionen hinzuweisen, die Tag für Tag ein Zeichen setzen und Integration fördern. Vielfalt werde von diesen nicht nur akzeptiert, sondern als Stärke verstanden. Der Vorsitzende forderte dazu auf, sich mit Mut, Einsatz und festen Willen gegen Rassismus zu stellen, sei es im Alltag, im Berufsleben oder in politischen Debatten.
Begleitend dazu rezitierte die junge Autorin Lia Witzel aus Altena im Anschluss drei selbst geschriebene Texte zum Thema Rassismus und Ausgrenzung.
Die Laudatio zur 14. Preisverleihung des Integrationsrates übernahm der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler. In seiner Rede ging er auch auf die Situation von Flüchtlingen ein und zitierte unter anderem den ehemaligen Alterspräsidenten des Deutschen Bundestages Stefan Heym: „Nicht Flüchtlinge, die zu uns drängen, sind unsere Feinde, sondern die, die sie in die Flucht treiben“. Michael Scheffler bat darum, nicht danach zu fragen „wo jemand her kommt, sondern wo wir gemeinsam hingehen können“.
Für die Grundschule Im Wiesengrund, in der aktuell 31 Nationen unter einem Dach lernen, nahm Schulleiterin Anja Ihme den Preis entgegen. Mit sichtlicher Freude dankte sie im Namen ihres Teams, dass die Grundschule 12 Jahre nach der ersten Auszeichnung nun zum zweiten Mal den Integrationspreis des Gremiums erhalten hat. Anja Ihme und ihre Kolleginnen überraschten die Gäste zudem mit einer musikalischen Einlage, begleitet von Pfarrer Dirk Ellermann an der Gitarre.
Die Universtiy of Europe for Applied Sciences vom Campus Iserlohn war von der Studentin Madeleine Wohlfromm für den Preis vorgeschlagen worden. Begeistert berichteten sie und ihre Mitstudierenden bei der Preisverleihung über die Hochschule, die eine internationale Perspektive auf Bildung und berufliche Entwicklung ermögliche. Studierende würden nicht nur fachlich geschult, sondern der Austausch mit Kommilitoninnen, Kommilitonen und Lehrkräften aus aller Welt erweitere auch die sozialen und interkulturellen Kompetenzen.
Erstmals zwei Auszeichnungen gab es bei der Verleihung des Preises des Integrationsrates am 27. März 2025 in der Städtischen Galerie Iserlohn. Große Freude herrschte bei den Teams der Grundschule Im Wiesengrund und der University of Europe for Applied Sciences.
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