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Meldungsdatum: 02.04.2025

Zensus 2022: Über 56 Prozent der Studierenden in NRW waren erwerbstätig / Studentinnen hatten häufiger einen Job als Studenten. Die höchste Erwerbstätigenquote insgesamt gab es im Kreis Borken.

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)

Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 sind 56,2 Prozent der Studierenden in NRW erwerbstätig gewesen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lebten im Mai 2022 über 481 000 Studierende im Alter von 18 bis 26 Jahren in NRW. Mehr als 270 000 von ihnen waren erwerbstätig. Dabei lag der Anteil Erwerbstätiger bei den Studentinnen mit 58,7 Prozent um fünf Prozentpunkte höher als der Anteil bei den Studenten (53,7 Prozent).

Kreis Borken mit der höchsten Erwerbstätigenquote: Fast 67 Prozent der Studierenden sind erwerbstätig
Eine regionale Betrachtung zeigt, dass die Städteregion Aachen mit 46,9 Prozent den niedrigsten Anteil erwerbstätiger Personen unter den Studierenden aufwies. Für die Universitätsstadt Aachen separat ergab sich mit 46,2 Prozent sogar ein noch geringerer Wert. Für eine weitere große Universitätsstadt zeigte sich ein ganz anderes Bild: Mit einem Anteil von 64,8 Prozent waren in Münster fast zwei von drei Studierenden im Alter von 18 bis 26 Jahren im Jahr 2022 erwerbstätig. Lediglich der Kreis Borken wies mit 66,8 Prozent eine noch höhere Erwerbstätigenquote unter den Studierenden in NRW auf.

Lehrende und ausbildende Berufe bei erwerbstätigen Studierenden auf dem Spitzenplatz
Von den erwerbstätigen Studierenden im Alter von 18 bis 26 Jahren waren 2022 mit einem Anteil von 13,9 Prozent die meisten Personen in der Gruppe „Lehrende und ausbildende Berufe” beschäftigt. Darunter werden beispielsweise Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin oder -lehrer, aber auch die wissenschaftliche Mitarbeit an Hochschulen abgebildet. Sowohl bei Studenten als auch bei Studentinnen waren „Lehrende und ausbildende Berufe” mit 12,7 bzw. 15,1 Prozent auf dem Spitzenplatz. Am zweithäufigsten arbeiteten Studierende in sogenannten „Verkaufsberufen” (11,0 Prozent). Insbesondere bei Studentinnen waren Beschäftigungen im Verkauf verbreitet (12,9 Prozent). Dieser Anteil war bei Männern etwas geringer (8,8 Prozent). Auf Platz 3 der Top-Berufsgruppen bei Studierenden landeten mit 9,1 Prozent Beschäftigungen der Gruppe „Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe”, so zum Beispiel im Gastronomieservice. Hier war der Anteil bei Studentinnen mit 11,5 Prozent fast doppelt so hoch wie der Anteil bei Studenten mit 6,5 Prozent.

Fast 42 Prozent der erwerbstätigen Studierenden gehen einer Gelegenheitsarbeit oder einem Minijob nach Grundsätzlich gingen fast 113 000 Studierende und somit 41,7 Prozent aller erwerbstätigen Studierenden in NRW im Jahr 2022 einer Gelegenheitsarbeit oder einem Minijob als Haupttätigkeit nach. Allerdings war auch über ein Drittel der erwerbstätigen Studierenden (35,2 Prozent) als Angestellte bzw. Angestellter und somit in größerem Umfang erwerbstätig.

Ergebnisse des Mikrozensus zeigen, dass im Jahr 2022 nur etwas mehr als jede zehnte studierende Person im Alter von 18 bis 26 Jahren (11,3 Prozent) in NRW den eigenen Lebensunterhalt überwiegend durch Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) oder ein Stipendium bestritt.

Methodische Hinweise
Grundlegend für die hier dargestellte Zahl zum BaföG sind die Endergebnisse des Mikrozensus 2022. Die restlichen Ergebnisse basieren auf der zusätzlichen Befragung (Stichprobenerhebung) im Rahmen des Zensus 2022. Personen in Gemeinschaftsunterkünften, im Ausland tätige Angehörige der Bundeswehr, der Polizeibehörden und des Auswärtigen Dienstes sowie ihre dort ansässigen Familien sind nicht inkludiert. Gemäß der International Labour Organisation (ILO) unter https://www.ilo.org/regions-and-countries/europe-and-central-asia/european-union-eu/germany gilt in dieser Pressemitteilung jede Person im erwerbsfähigen Alter, die in einem einwöchigen Berichtszeitraum mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet hat, als erwerbstätig. Auch eine Person, die sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befindet, das diese im Berichtszeitraum nur vorübergehend nicht ausgeübt hat, gilt als erwerbstätig. Die ausgewiesenen Zahlen zu Studierenden beruhen auf der Selbsteinschätzung der befragten Personen zu ihrer aktuellen Tätigkeit. Die Auswertung der Berufe erfolgte gemäß der Berufshauptgruppen der „Klassifikation der Berufe 2010 – überarbeitete Fassung 2020” unter https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Grundlagen/Klassifikationen/Klassifikation-der-Berufe/Klassifikation-der-Berufe-Nav.html der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. (IT.NRW)

Detailergebnisse und Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/91_25.pdf

Weitere Ergebnisse aus dem Zensus 2022 sind unter https://statistik.nrw/zensus-2022 abrufbar.

Pressekontakt: Fabienne Toholt (Volontärin) 02861 / 681-2428


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Erwerbstätige Studierende im Alter von 18 bis 26 Jahren in Kreisen/kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen 2022

©  Grafik: IT.NRW
Erwerbstätige Studierende im Alter von 18 bis 26 Jahren in Kreisen/kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen 2022