Meldungsdatum: 02.04.2025

Euregio-Rat tagt am Freitag in Münster

Münster (SMS) Rund 80 Ratsmitglieder aus niederländischen und deutschen Kommunen des „Euregio“-Gebiets kommen am Freitag, 4. April, in Münster zusammen, um über Themen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu sprechen. Auf Einladung der Stadt Münster tagt das höchste Gremium des deutsch-niederländischen Kommunalverbands ab 15.30 Uhr im Landeshaus des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. 

„Wir freuen uns, die Lokalpolitikerinnen und -politiker in Münster begrüßen zu können“, sagt Münsters Bürgermeister Klaus Rosenau, der die Sitzung mit einer Rede eröffnen wird. „Für uns als Stadt Münster spielt die Zusammenarbeit in der deutsch-niederländischen Grenzregion eine große Rolle, weil sie sowohl die Lebensqualität in der Grenzregion steigert als auch für einen steten Wissenszuwachs aller Beteiligten sorgt.“

Ein Thema der Sitzung ist etwa ein aus EU-Mitteln finanzierter Kleinprojektefonds der Euregio. Der Fonds fördert grenzüberschreitende Initiativen beispielsweise aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur oder Sport. Bei kleineren Veranstaltungen sollen interessierte Vereine, Organisationen und Gruppen von einem vereinfachten Antragsverfahren profitieren.

Die 1958 gegründete Euregio ist einer der ältesten grenzüberschreitenden Zusammenschlüsse in Europa und umfasst ein Gebiet von rund 13.000 Quadratkilometern, in dem etwa 3,4 Millionen Menschen leben. Auf niederländischer Seite gehören die Gebiete Twente und Achterhoek sowie Teile von Nordost-Overijssel und Südost-Drenthe zur Euregio, auf deutscher Seite das Münsterland, der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Stadt und der Landkreis Osnabrück sowie Teile des südlichen Emslands.

Der Euregio-Rat tagt mindestens dreimal pro Jahr, abwechselnd in einer deutschen oder niederländischen Kommune im Gebiet des Zweckverbandes. Die Sitzungen sind öffentlich. Münster wurde 1999 Mitglied der Euregio und ist im Euregio-Rat und in den Fachausschüssen „Mozer – gesellschaftliche Entwicklung“ und „Nachhaltige Raumentwicklung“ vertreten.