Meldungsdatum: 04.04.2025
So verzeichnen die Fahrgastzahlen des letzten Jahres einen kontinuierlichen Anstieg: Während im zweiten Quartal 2023 nur 12 Prozent aller Fahrgäste im WestfalenTarif das Deutschlandticket nutzten, fuhren am Jahresende 2024 bereits 63 Prozent der ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer mit der konkurrenzlosen Bus & Bahn-Flatrate durch Deutschland.
„Das pauschale Deutschlandticket lädt dazu ein, den ÖPNV intensiver als bisher zu nutzen, stellt die dahinterstehende Organisation und Finanzierung des Nahverkehrsangebots aber vor große Herausforderungen“, erläutern Matthias Hehl und Dr. Oliver Mietzsch, Geschäftsführer der WestfalenTarif GmbH, die mit dem Ticket einhergehenden Folgewirkungen.
„Von unseren westfälischen Fahrgästen ist das Deutschlandticket als dauerhafte Einrichtung gewollt. Wer es einmal besitzt, möchte es auch weiter nutzen“, konstatieren die Mietzsch und Hehl, verantwortlich für den WestfalenTarif als den zweitgrößten Flächen-Gemeinschaftstarif in Deutschland. „Hierzu braucht es Verlässlichkeit, dass der ÖPNV langfristig mit den benötigten Finanzmitteln ausgestattet wird, um ein gutes Angebot vor Ort zu ermöglichen.“
Insgesamt wurden bislang rund 8 Millionen Deutschlandtickets im WestfalenTarif verkauft. Das „Deutschlandticket Schule“ ist mit einem Anteil von 43 Prozent der Spitzenreiter unter den in Westfalen verkauften Deutschlandtickets. Der Anteil des übrigen Ticketsortiments am Gesamtvolumen erweist sich seit den letzten drei Quartalen 2024 als relativ konstant. Tages- und EinzelTickets sowie der Smartphone-Tarif „eezy.nrw” für Gelegenheitskunden werden, wenn auch auf sehr viel niedrigerem Niveau als vor Einführung des Deutschlandtickets, weiter häufig genutzt.
„Für Umwelt und Gesundheit zeigen sich bislang leicht positive Effekte durch das Deutschlandticket“, so Oliver Mietzsch und Matthias Hehl. „Sie lassen sich nur dann steigern, wenn neue Nutzergruppen erschlossen werden und eine stärkere Verlagerung des Auto- auf den Bus- und Bahnverkehrerreicht wird als bisher. Deshalb muss nun das Augenmerk auf den Ausbau der Infrastruktur und ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum gelegt werden. Denn wo kein ausreichendes Angebot vorhanden ist, nutzt auch das beste Ticketangebot wenig.“
Eine langfristige Finanzierungszusage zum Ticket über 2026 hinaus ist die grundlegende Basis für die westfälischen Verkehrsunternehmen, ihre Leistungen entsprechend planen und anbieten zu können. Inwiefern dafür eine neue gesetzliche Grundlage im Rahmen der Debatte um eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel erforderlich ist, die auch die Mittelverwendung für länger als ein Jahr sicherstellt, wird sich nach Vorlage des Koalitionsvertrages der neuen Bundesregierung zeigen. Für die Fahrgäste ist die seitens der Politik zugesagte Preisstabilität bis Ende 2026 ein besonders relevanter Faktor. Wenn ab 2027 die Preise erhöht werden müssten, wäre dies als eine direkte Folge politsicher Entscheidungen zum Deutschlandticket anzusehen.
WestfalenTarif. Der Eine für Bus & Bahn. Der WestfalenTarif ist der flächenmäßig größte Nahverkehrstarif in NRW und der zweitgrößte deutsche Flächen-Gemeinschaftstarif. Ein komfortables ÖPNV-Angebot mit Zukunftscharakter in Westfalen, ein Ticket für alle auf Schiene und Straße, hohe Mobilität für die lokalen Bedürfnisse vor Ort. Das verwirklichen 28 Aufgabenträger, über 60 Verkehrsunternehmen und die WestfalenTarif-Expertinnen und Experten in Zusammenarbeit mit den 16 angeschlossenen Kreisen und 3 kreisfreien Städten. Verbundweite Tarifplanung, Einnahmenaufteilung, Vertrieb, Marketing, Controlling und eine transparente Kundenkommunikation bilden die Basis, auf der leicht verständliche, barrierefrei zugängliche, klimafreundliche, digitale und intermodale Konzepte entwickelt werden.
Pressekontakt: Maike Czieschowitz, Telefon: 0521 – 557 666 52
Pressekontakt: Fabienne Toholt (Volontärin) 02861 / 681-2428
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle " Kreis Borken" ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.