Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 25. März 2002
Osterprogramm mit Premiere im Theater der Landeshauptstadt
Aufführungen aller Sparten zu den Feiertagen

Magdeburg. (ae) Höhepunkt im diesjährigen Osterprogramm des Theaters der Landeshauptstadt Magdeburg ist eine Premiere. Nachdem die Oper in einer Inszenierung aus dem Jahre 1990 das Theater von der Vorbühne des abgebrannten Hauses über das Theaterzelt und den Jerichower Platz bis ins wiedererbaute Große Haus begleitet hat wird nun unter der musikalischen Leitung von Jan Michael Horstmann Mozarts Oper "Die Zauberflöte" am Ostersamstag erstmals in einer neuen Inszenierung aufgeführt. Prinz Tamino verliebt sich in Pamina, die von dem Zauberer Sarastro geraubte Tochter der Königin der Nacht, muss aber mehrere Prüfungen bestehen, um sich ihr und seiner zukünftigen Herrscherrolle würdig zu erweisen. Sein Begleiter Papageno dagegen hält nichts von den höheren Weihen; ihm ist Essen und Trinken oder "ein Mädchen oder Weibchen" lieber. Mythische Weisheit, freimaurerisches Gedankengut und märchenhafte Elemente des dem Wiener Vorstadttheater entsprungenen Zauberstücks verschmelzen in der "Zauberflöte" zu spektakulären musiktheatralischen Situationen, denen Mozarts fesselnde Musiksprache adäquaten Ausdruck verleiht. Urs Leicht – ab der nächsten Spielzeit Operndirektor am Staatstheater Kassel – inszeniert Mozarts Meisterwerk am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg. Rolf Häusner zeichnet für das Bühnenbild, Stephan Stanisic für die Kostüme verantwortlich. Die Premiere am Ostersamstag, dem 30. März, beginnt um 19:00 Uhr. Großes Theater gibt es allerdings auch schon am Karfreitag um 19:00 Uhr zu sehen. Um 19:00 Uhr suchen Olga (Andrea Hermann), Mascha (Tabea Scholz) und Irina (Susanne Krassa), die Tschechow in seinem Schauspiel "Die drei Schwestern" porträtierte, nach dem Glück, dem Sinn ihres Lebens, das sie fern von der geliebten Hauptstadt, in der Provinz verbringen. Bei der Inszenierung, die auf der Bühne gezeigt wird, führte Generalintendant Max K. Hoffmann Regie. Um 20:00 Uhr wird auf der Podiumbühne das Thema des Lebens und des Glücks darin historisch-mehrschichtig und dabei dennoch heiter betrachtet. Das Opernmusical "Hexen" mit Anita Bader und Undine Dreißig verfolgt die Rolle der Frau in ihrer Kontinuität und in ihrem Wandel seit biblischen Zeiten. Der Kunstgriff: Die Sängerinnen spielen "Hexen", Figuren also, die neun Leben haben und deshalb in vielen Epochen gelebt haben können. Auf der Kleinen Bühne im Konservatorium zeigt das Kabarett "Die Kugelblitze" am Karfreitag um 20:00 Uhr "Die Ich-Generation oder Die Stunde der Marionetten".

Am Ostersamstag ist – während im Großen Haus die Premiere "Zauberflöte" läuft – ist ab 20:00 Uhr auf der Podiumbühne die Eugen-Roth-Revue "Ein Mensch – Ein armer Laie bloß" mit Sabine Svoboda, Tabea Scholz, Peter Wittig, Hans-Peter Maus und Thomas Fritz Jung mit Musik von Joachim Kuipers (auch am Klavier) zu erleben. Eugen Roth fasste unbeirrt und detailgetreu die unheroische Privatheit des Bürgers in Verse – mal leicht und heiter, mal herb und pessimistisch. Mit viel Verstand und Humor holte Roth die kleinen Eitelkeiten, Freuden und Misserfolge ans Licht. Dabei rebellierte er nicht, und er wurde auch nie pathetisch. Dennoch sind seine Einsichten in die Gesetzmäßigkeiten des bürgerlichen Mikrokosmos klar und wahr. In dem Abend "Ein Mensch – Ein armer Laie bloß" zieht ein Menschenleben seine Bahn, werden Geschichten erzählt, am Rande blitzen Ereignisse des 20. Jahrhunderts auf, Versrhythmen und Reime schwingen durch den Raum und die Köpfe, Gedichte und Lieder erklingen – und mit einem Lächeln geht das Leben heiter weiter. An gleicher Stelle gibt es, ebenfalls um 20:00 Uhr, am Ostermontag die Ringelnatz-Revue "Wenn dir einmal geschieht, was mir geschah" zu sehen. Auch diese Revue basiert auf Texten, die Dieter Peust ausgewählt hat. Die Musik komponierte Ernst-Ulrich Kreschel. Die Ameisen, die nach Hamburg reisen wollen, wird das Publikum ebenso wenig vermissen, wie Joachim Ringelnatz‘ bekanntestes "Kind" – Kuttel Daddeldu – und doch ist das nur eine Seite dieses Mannes, über den Alfred Polgar sagte: "Dieser unvergleichliche Ringelnatz hat den Stein der Narren entdeckt, welcher, wie wunderbar, dem Stein der Weisen zum Verwechseln ähnlich sieht." Die Revue "Wenn Dir einmal geschieht, was mir geschah..." stellt den Dichter als sensibel-melancholischen Liebeslyriker, als sarkastischen Spötter und als sinnenfreudigen Genießer von Wein, Weib und Gesang vor. Fünf Darsteller werden die Besucher in die Gedankenwelt Joachim Ringelnatz‘ entführen: Jana Bauke, Susanne Krassa, Pano Karas, Johannes-Paul Kindler und Knut Müller machen die Literatur lebendig, mit der Ringelnatz sich Unsterblichkeit geschaffen hat. Joachim Kuipers als musikalischer Leiter begleitet sie. Am Ostersonntag lädt das Theater der Landeshauptstadt schon am Vormittag ein. In einem Operncafé (gemeinsam mit dem Wagner-Verband) wird die erste April-Premiere vorgestellt. Irene Schneider inszeniert die Oper "Herzog Blaubarts Burg" und die Ballett-Pantomime "Der wunderbare Mandarin" zum 13. April. Beide Werke sind von Béla Bartók. Intentionen zur Operninszenierung, in der Undine Dreißig und Urs Markus singen, werden im Operncafé, das um 11:00 Uhr im Theatercafé "Kulisse" beginnt, vorgestellt. Das Kabarett "Die Kugelblitze" lädt am Ostersonntag um 15:30 Uhr und um 20:00 Uhr ins "Studio 6" ein, wo der Besucher miterlebt, wie die heutige Welt gemacht wird – medial. Im Großen Haus des Theaters der Landeshauptstadt wird um 17:00 Uhr die "Ballettgala III" mit klassische und modernen Choreographien zum ersten Male gezeigt. Als Choreographen sind u.a. Irene Schneider, Gisele Santoro und Alexander Sementchoukov verzeichnet. Im ersten Teil der Gala gibt es ein Wiedersehen mit den schönsten Stücken der letzten Ballettgala, wie z.B. "Herbstzeit" und "Spiel‘ s noch einmal, Sam". Im zweiten Teil sind ganz neue Einstudierungen zu erleben: neben einer Choreographie zu Musik von Johann Sebastian Bach von Andrej Tikhomirnov, Mitglied im Ballettensemble des TdL, sind Auszüge aus den legendären Petipa-Choreographien zu Adolphe Adams "Le Corsaire" und Glasunows "Raymonda" zu sehen. Ein besonderes Opern-Angebot steht am Ostermontag auf dem Spielplan. Richard Strauss‘ Oper "Ariadne auf Naxos" wird um 17:00 Uhr auf der Bühne aufgeführt werden. Der Titel der Oper erscheint zunächst irreführend, denn es geht in diesem Werk durchaus nicht nur um die antike Tragödie: Im Hause eines reichen, anonym bleibenden Wiener Herrn soll die heroische Oper "Ariadne auf Naxos", das Erstlingswerk eines jungen Komponisten, zeitgleich mit einer Posse in italienischer Buffo-Manier "Die ungetreue Zerbinetta und ihre vier Liebhaber" aufgeführt werden. Dass dabei allerhand Turbulenzen vorprogrammiert sind, versteht sich von selbst. Offen werden in "Ariadne auf Naxos" Kunst und ihr Zustandekommen diskutiert, Kunst und Wirklichkeit reflektiert. Mit von der Partie sind unter der musikalischen Leitung von Jan Michael Horstmann Ute Bachmaier, Anita Bader, Undine Dreißig, Regina Most, Denise Pelletier, Veronika Schreckenbach, Jörg Benecke, Roland Fenes, Tobias Keil, Ulf Dirk Mädler, Daniel Magdal, Urs Markus, Michael Mohr, Mihail Sandu, Paul Sketris, Peter Wittig und Manfred Wulfert. Inszeniert wurde "Ariadne auf Naxos" von Horst Kupich. Außer für die Premiere gibt es (Stand 22. März!) für alle Aufführungen noch Karten an der Theaterkasse (Tel.: 0391/540 6444 oder 540 6555).

Pressekontakt: Landeshauptstadt Magdeburg, Theater der Landeshaupstadt, Tel.:

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