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„Schlagfertig“: Stadtmuseum Münster zeigt Ausstellung des LWL-Freilichtmuseums Detmold Münster (SMS) Viele denken an dramatische Fechtduelle. An reine Männerbünde oder ausschweifende Feste. Andere an Zusammenhalt, Verantwortung und an das Bewahren von Tradition. Eine Ausstellung im Stadtmuseum Münster nimmt ab dem 27. Februar Studentenverbindungen genauer unter die Lupe. „Schlagfertig“ heißt die Schau, mit der das LWL-Freilichtmuseum Detmold zu Gast in der Hochschulstadt ist. Der Fokus der Ausstellung liegt auf den Jahren des Kaiserreichs. Zu sehen sind Objekte aus der Studentica-Sammlung des Detmolder Museums. „In ihrer Dichte und Qualität geben sie einen anschaulichen Einblick in die Kulturgeschichte des studentischen Verbindungswesens zwischen 1840 und 1920“, freut sich Stadtmuseumsdirektorin Dr. Barbara Rommé. Die meisten Exponate stammen aus der Stiftung von Ewald Lutz. Die Sammlung des Detmolders, einst selbst Verbindungsstudent in Königsberg, genießt in Fachkreisen einen exzellenten Ruf. Studieren bedeutete an der Wende zum 20. Jahrhundert weitaus mehr als Universität, Vorlesung und Examen. Ein Großteil der männlichen Studenten war korporiert - an jedem Hochschulstandort gab es Verbindungen. Leistungskraft und Willensstärke als Männlichkeitsideale standen im Vordergrund studentischer Erziehung. Druckgrafiken, Bücher, Kleidungsstücke und Gebrauchsgüter spiegeln in der Ausstellung das Leben der Verbindungsstudenten zu Kaisers Zeiten. Ablesbar ist indes auch die politisch-gesellschaftliche Gedankenwelt der Verbindungsstudenten. Fotografien erinnern an Alltag und Traditionen. Auf Atelieraufnahmen etwa präsentieren sich die Männer herausgeputzt in „Vollwichs“ (Festgewand) oder beim Ausfechten der Mensur. Auch die Schutzkleidung für dieses akademische Fechten ist in der atmosphärisch beeindruckenden Ausstellung zu bestaunen. Für viele Verbindungen hat das Tragen von Farben Bedeutung. Coleurartikel - Bänder, Zipfel, Mützen und Bandknöpfe - zeugen im Stadtmuseum von dieser Tradition. Die Präsentation wird von einem eigenen Beitrag des Stadtmuseums ergänzt: Es richtet den Blick auf die katholischen Studentenverbindungen aus Münster, die die studentische Szene in Münster beherrschten. Die Detmolder Ausstellung wurde maßgeblich von Studierenden gestaltet. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Paderborn unter Leitung des Privatdozenten Dr. Rainer Pöppinghege. „Wir freuen uns, dass sich zu den Partnern jetzt das Stadtmuseum gesellt“, so Dr. Jan Carstensen, Leiter des LWL-Freilichtmuseums Detmold - Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde, zur Kooperation mit Münster. Info: bis 20 Mai; Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28, dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags/sonntags 11 bis 18 Uhr; Eintritt frei. Fotos: Kopfbedeckungen des ehemaligen Verbindungsstudenten Ewald Lutz in den Farben der Burschenschaft "Germania Königsberg von 1843". Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei. Schutz im Zweikampf: Helm und wattierte Kleidung für "Mensuren" und Fechtübungen. Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
Vom Detmolder Freilichtmuseum ins Stadtmuseum Münster: Die Ausstellung „Schlagfertig! - Studentenverbindungen im Kaiserreich“. Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
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