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Magdeburg, 19. März 2014
Anmeldung noch bis zum 28. März möglich
„Die Etablierung der NS-Herrschaft in den Provinzen“ - Tagung im Alten Rathaus

Ottostadt Magdeburg. Im Rahmen des Projektes „‚Machtergreifung’ in Preußen, 1932 – 1934“ findet am 9. und 10. April eine Tagung zum Thema „Die Etablierung der NS-Herrschaft in den Provinzen“ im Alten Rathaus statt. Renommierte Historikerinnen und Historiker aus Deutschland widmen sich Fragen der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten in einzelnen Provinzen und Kommunen. Am 9. April findet zudem ein Abendvortrag von Alt-Oberbürgermeister Dr. Willi Polte statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bis zum 28. März für eine Teilnahme unter archiv@magdeburg.de anmelden.

„Die Etablierung der NS-Herrschaft in den Provinzen“ ist der zweite Teil des Tagungsprojektes „‚Machtergreifung’ in Preußen, 1932 – 1934“ und eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Ernst-Reuter-Archiv beim Landesarchiv Berlin, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Kloster Bergeschen Stiftung und weiterer Partner mit dem Stadtarchiv Magdeburg. Das erste Modul mit dem Titel „Der Freistaat, das Ende der Weimarer Republik und die Errichtung der Diktatur“ fand bereits im November 2013 in Berlin statt, nun soll das Projekt in Magdeburg fortgesetzt werden.

 

Als Teil des abendlichen Rahmenprogramms hält der Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Magdeburg, Dr. Willi Polte, am 9. April um 19:30 Uhr einen Vortrag mit dem Thema „Rückbesinnung und Neubeginn – 57 Jahre nach Ernst Reuter in Magdeburg“. Erstmals werden dabei im Magdeburger Rathaus Ausschnitte von Rundfunkansprachen Ernst Reuters zu hören sein.  

 

Mit dem Tagungsprojekt „‚Machtergreifung’ in Preußen, 1932 – 1934“ soll die höchst bedeutsame Umbruchphase in den Fokus gerückt werden, die den Scheidepunkt zwischen Demokratie und Diktatur markierte. Im Fokus stehen die übergeordneten Leitfragen, wie und warum das republikanische Preußen im Zuge der „Machtergreifung“ und der „Gleichschaltung“ durch die Nationalsozialisten einem umfassenden politischen Wandlungsprozess unterworfen werden konnte.

 

Am Beispiel ausgewählter preußischer Provinzen und Kommunen sollen die unterschiedlichen Dimensionen der Formierungsphase nationalsozialistischer Herrschaft herausgearbeitet werden. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt: Neben der politischen Geschichte finden gleichfalls Ansätze der Ideen-, der vergleichenden Landes-, der Verwaltungs- und der Gesellschaftsgeschichte Berücksichtigung. Ziel ist es, die Komplexität des Übergangs zur NS-Herrschaft noch umfassender als bislang zu erkunden und die Etablierung der Diktatur einer vergleichenden Betrachtung zu unterziehen.

 

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Es wird vorab um eine Anmeldung unter archiv@magdeburg.de gebeten.

 

 

Programm

 

Mittwoch, 9. April 2014

 

10:00 Uhr                    Magdeburg um 1930 (Dokumentarfilm)

10:05 Uhr                    Grußworte der Veranstalter

- Dr. Lutz Trümper, Magdeburger Oberbürgermeister

- Prof. Dr. Uwe Schaper, Direktor des Landesarchivs Berlin

- Prof. Dr. Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-            Universität Magdeburg

- Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt

 

Sektion I Voraussetzungen und Rahmenbedingungen

10:30 – 11:00 Uhr       „Machtergreifung“ auf kommunaler Ebene. Neue Fragen an die Forschung; Dr. Thomas Schaarschmidt, Potsdam

11:00 – 11:30 Uhr       Das Ende der Weimarer Republik in Preußen. Ergebnisse der Tagung im Landesarchiv Berlin 2013; Michael C. Bienert, Berlin

11:30 – 12:00 Uhr       Diskussion

12:00 – 13:00 Uhr      Mittagspause

 

Sektion II „Machtergreifung“ in den preußischen Provinzen

13:00 – 13:30 Uhr       Provinz Sachsen; Prof. Dr. Mathias Tullner, Magdeburg

13:30 – 14:00 Uhr       Eine Provinz, zwei Gaue, ein Drittel der Wählerstimmen für die NSDAP. Zur Konsolidierung der NS-Herrschaft in der Provinz Westfalen; Martin Dröge, Paderborn

14:00 – 14:30 Uhr       Diskussion

14:30 – 15:00 Uhr       Kaffeepause

15:00 – 15:30 Uhr       Ostpreußen – von der Krisenprovinz zum Mustergau;Dr.Ralf Meindl, Berlin

15:30 – 16:00 Uhr       Der Übergang von der provinziellen Selbstverwaltung zur „Führer- und Ratsverfassung“ in der Provinz Brandenburg; Dr. Fabian Scheffczyk, Karlsruhe/Berlin

16:00 – 16:30 Uhr       Diskussion

19:30 Uhr                   Abendvortrag mit anschließendem Empfang des Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper

Rückbesinnung und Neubeginn – 57 Jahre nach Ernst Reuter in Magdeburg; Dr. Willi Polte, Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Magdeburg

 

Donnerstag, 10. April 2014

 

Sektion III „Machtergreifung“ in den Städten

09:30 – 10:00 Uhr       Berlin unter Heinrich Sahm; Prof. Dr. Uwe Schaper, Berlin

10:00 – 10:30 Uhr       Magdeburg unter Ernst Reuter; Dr. Maik Hattenhorst, Magdeburg

10:30 – 11:00 Uhr       Diskussion

11:00 – 11:30 Uhr       Kaffeepause

11:30 – 12:00 Uhr       Köln – von Konrad Adenauer zur NS-Herrschaft; Dr. Werner Jung, Köln

12:00 – 12:30 Uhr       Hildesheim unter Ernst Ehrlicher; Dr. Hans-Dieter Schmid, Hannover

12:30 – 13:00 Uhr       Diskussion

13:00 – 14:00 Uhr       Mittagspause

 

Sektion IV Der Kampf um die Straße und die Etablierung des staatlichen Terrors

14:00 – 14:30 Uhr       Kampf um die Kieze. Nationalsozialisten im Zentrum Berlins 1925–1933; Dr. Oliver Reschke, Berlin

14:30 – 15:00 Uhr       Vorgezogene Gleichschaltung? Der Freistaat Anhalt zwischen Landtagswahl 1932 und Durchsetzung der NS-Herrschaft 1933; Dr. Alexander Sperk, Halle/Saale

15:00 – 15:30 Uhr       Diskussion

15:30 – 16:00 Uhr       Kaffeepause

16:00 – 16:30 Uhr       Zwischenstationen. Die Berliner Gefängnisse 1933/34; Johannes Fülberth, München

16:30 – 17:00 Uhr       Das KZ Lichtenburg; Melanie Engler, Annaburg

17:00 – 17:30 Uhr       Diskussion

17:30 Uhr                  Ende der Tagung



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Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
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