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Kreis richtet „Anlaufstelle für ältere Menschen“ in Ennepetal ein

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18. Juni 2014
Kreis richtet „Anlaufstelle für ältere Menschen“ in Ennepetal ein

(pen) „Selbständig und selbstbestimmt bis ins hohe Alter zu leben und dabei im vertrauten Wohnumfeld zu verbleiben, ist der Wunsch vieler Menschen. Hierfür gilt es, Hilfe und Unterstützung im Alltäglichen zu geben. Innovative Ansätze für das Wohnen und Leben im Alter sind gefragt und eine demographiefeste Wohnungs- und Städtebaupolitik verlangt nach integrierten Wohn- und Quartierskonzepten. Hier und heute leisten wir dazu einen kleinen, aber wichtigen Beitrag.“ Sichtlich zufrieden zeigte sich Landrat Dr. Arnim Brux bei der Vorstellung der „Anlaufstelle für ältere Menschen““ in Ennepetal.

 

Die Türen des Büros in der Königsberger Str. 66 in unmittelbarer Nachbarschaft des Voerder Ecks stehen für Interessierte ab 26. Juni immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr offen, Ansprechpartnerin ist Pia Grebe. „Zunächst bis Ende 2016 ist es uns möglich, die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben zu fördern und ihnen bedarfsgerechte Hilfen für das Bewältigen des Alltags an die Hand zu geben“, macht Elke Zeller, Projektleiterin der Kreisverwaltung, deutlich. Im Fokus steht dabei ausdrücklich nicht die umfangreiche Hilfeleistung. Ziel des Programms ist es vielmehr, soziale Kontakte und Begegnungen älterer Menschen miteinander und mit anderen Generationen in der Nachbarschaft und im direkten Wohnumfeld zu stärken. Um ihnen bis ins hohe Alter einen Verbleib im vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen, soll auch ihre Beweglichkeit und Mobilität unterstützt werden.

 

„Zudem geht es darum. gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft zu organisieren, Mobilität, Teilhabe und freiwilliges Engagement zu fördern“, so Zeller. Erreicht werden sollen zum einen Ältere, die allein leben und deren Netzwerke sich verkleinern. Zum anderen diejenigen, die sich mit und für andere einsetzen möchten und damit Netzwerke aufbauen oder erhalten können. Grund: Soziale Kontakte wirken präventiv auf die Entwicklung von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit und können bei beginnender Hilfsbedürftigkeit auch als Ressource genutzt werden.

 

Möglich macht das Projekt mit dem Titel „Miteinander und Füreinander im Stadtteil“ eine erfolgreiche Bewerbung des Ennepe-Ruhr-Kreises im Rahmen des Förderprogramms „Anlaufstellen für ältere Menschen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung. In Ennepetal wird es in Zusammenarbeit mit der Voerder Baugenossenschaft, der Freien Alten- und Nachbarschaftshilfe und der Ennepetaler Seniorenbeauftragten realisiert.

 

Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, Achim Spannagel und Jürgen Kern als Vertreter der Kooperationspartner bewerten das Angebot in Ennepetal als zukunftsweisend. „Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, um dem deutlichen Plus in der Gruppe der über 80-jährigen erfolgreich begegnen zu können. Dabei sollten wir anstreben, dass auch Pflegebedürftige so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“

 

Zeller blickt der Arbeit optimistisch entgegen: „Bereits im Arbeitskreis Senioren, moderiert von der Stadt Ennepetal, gab es viele Vorschläge. So wurde beispielsweise angeregt, mehr Hilfe beim Ausfüllen von Formularen bereit zu stellen oder einen Fahrservice zu Veranstaltungen für diejenigen anzubieten, die zwar noch mobil sind, aber zu Fuß keine längeren Strecken mehr bewältigen können.“

 

Stichwort Förderprogramm „Anlaufstellen für ältere Menschen“

 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat bundesweit aus 500 Bewerbungen gut 300 Projekte ausgewählt, die das selbstständige Wohnen und Leben im Alter fördern. Angebote der Begegnung, Unterstützung und Betreuung, Projekte zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen und Netzwerkbildung sowie altersgerechte Anpassungsmaßnahmen ergänzen so bereits bestehende Strukturen vor Ort.

 

Unter dem Leitbild der sorgenden Gemeinschaften soll ein möglichst flächendeckendes Netz von organisierter Hilfe und Unterstützung im Wohnumfeld aufgebaut und somit die Demografiestrategie der Bundesregierung mit Leben gefüllt werden. Der Bund stellt dafür in den nächsten drei Jahren rund sieben Millionen Euro bereit. Die Anlaufstellen im Ennepe-Ruhr-Kreis, neben Ennepetal gibt es eine zweite in Witten, werden bis Ende 2016 mit 20.000 Euro gefördert. Die Lücke zu den für die Gesamtfinanzierung notwendigen 35.000 Euro trägt der Kreis.




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

"Anlaufstelle für ältere Menschen"

Ansprechpartnerin Pia Grebe (zweite von rechts) freut sich zusammen mit Landrat Dr. Arnim Brux, Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und den Vetretern der weiteren Kooperationspartner über das neue Angebot für ältere Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis/Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
"Anlaufstelle für ältere Menschen"


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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de