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04. Juli 2014
Aids-Beratung startet Freibad-Aktion

(pen) Gut 85.000 Menschen leben in der Bundesrepublik mit einer HIV-Infektion, neun von zehn Neuinfektionen werden auf sexuellem Weg übertragen und im letzten Jahr erhielten mit 3.263 Betroffenen gut zehn Prozent mehr als 2012 eine gesicherte HIV-Neudiagnose. Diese Zahlen und Informationen des Robert-Koch-Institutes sind für Claudia Schonheim, Aids-Beraterin der Kreisverwaltung, Geraldine Dura, profamilia Schwelm, und Maren Dehne, profamilia Witten, gute Gründe, zu Beginn der Sommerferien in einigen Freibädern im Ennepe-Ruhr-Kreis über die Krankheit zu informieren und Aufklärungsarbeit im Kampf gegen Neuinfektionen zu leisten.

 

„Zwar haben Betroffene heute aufgrund verbesserter Behandlungsmöglichkeiten eine annähernd normale Lebenserwartung. Dies sollte aber niemanden zu Sorglosigkeit verführen. Nach wie vor muss gelten `Gib Aids keine Chance´“, nennt Schonheim die Zielsetzung der Aktion. Bei gutem Wetter wollen Schonheim, Dura und Dehne in Schwelm, Witten, Sprockhövel, Hattingen und Herdecke insbesondere mit jungen Leuten in Gespräch kommen, ein Quiz anbieten und für Fragen zur Verfügung stehen.

 

Gleichzeitig wollen die drei dafür werben, Betroffene weniger zu stigmatisieren. Hier knüpfen sie an die Kampagne „Positiv zusammen leben“ an. Auf Plakaten und Flyern, in Anzeigen und im Internet greifen HIV-Infizierte und Gesunde Seite an Seite und sehr authentisch als Botschafter die Bereiche HIV & Arbeit, HIV & Freizeit und HIV & Familie auf. Ein Unternehmer zeigt sich mit seiner Mitarbeiterin und macht deutlich: „Ich habe HIV und die Solidarität meiner Angestellten“. Eine junge Frau wurde mit ihrem Idol Sarah Connor abgelichtet und stellt fest „Ich habe HIV und eine starke Stimme an meiner Seite“. Und ein Sportler macht deutlich: „Ich habe HIV und das Vertrauen meines Trainingspartners“.

 

„Quer durch alle Altergruppen, die Botschafter sind zwischen 29 und 56 Jahren alt, ist die Absicht spürbar, für ein selbstverständliches Miteinander, für ´positiv zusammen leben´ zu werben“, so Schonheim. Obwohl die meisten wüssten, dass eine Virusübertragung bei sozialen Kontakten im Alltag oder im Berufsleben unmöglich ist, seien Berührungsängste nach wie vor weit verbreitet. „Viele HIV-Positive fühlen Ablehnung und Isolation, wenn sie offen mit ihrer Krankheit umgehen. Hier möchten wir zu einer Veränderung beitragen“, macht die Aids-Beraterin deutlich.

 

Die Termine in der Übersicht

 

Montag, 7. Juli. Schwelm 11 bis 14 Uhr

 

Dienstag, 8. Juli. Witten, 10.30 bis 13.30 Uhr

 

Mittwoch, 9. Juli. Sprockhövel, 11 bis 14 Uhr

 

Montag, 14. Juli. Hattingen 11 bis 14 Uhr

 

Dienstag, 15. Juli. Herdecke 11 bis 14 Uhr




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
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