Iserlohn.
Angesichts langfristig steigender Energiepreise fragen sich nach wie vor viele Bürgerinnen und Bürger, wie sie ihren Energieverbrauch senken und Kosten sparen können. Ein wichtiger Schritt kann die energetische Gebäudesanierung sein. Im Rahmen einer speziellen Haus-zu-Haus-Aktion möchte die Stadt Iserlohn in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW nun gezielt Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen Lössel und Roden zu diesem Thema beraten. Bei einem Pressegespräch im Iserlohner Rathaus stellten gestern (3. September) Mike Janke, Leiter des Ressorts Planen, Bauen, Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Iserlohn, Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, Stefan Marquardt, Klimaschutzmanager der Stadt Iserlohn und Dipl. Ing. Martin Wulf von der Iserlohner Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW die Aktion vor.
„Lössel und Roden sind typische Beispiele für Stadtteile, in denen viele Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen 40 und 50 Jahre alt sind. Und gerade in Lössel gibt es keine leitungsgebundene Alternative zu Öl- oder Nachtspeicherheizungen“, erläutert Bürgermeister Dr. Ahrens die Auswahl des Stadtteiles. „Diese Gebäude entsprechen heute oft nicht mehr den energetischen Standards: Die Wände und das Dach sind unzureichend gedämmt, die Fenster oftmals undicht und die Heizung ist veraltet“, fügt Martin Wulf, Energieberater bei der Verbraucherzentrale, hinzu.
Um die energetische Bilanz des Stadtteils zu verbessern, kann die Verbraucherzentrale ihre Energieberatung in den Stadtteilen Lössel und Roden ab sofort zu einem vergünstigten Preis anbieten: Durch einen Zuschuss der Stadt Iserlohn kostet die 90-minütige Beratung lediglich 30 statt der üblichen und bereits geförderten 60 Euro. Das bezuschusste Angebot ist auf 50 Beratungen begrenzt. Anmeldungen können bis Mitte Oktober entgegen genommen werden.
„Wir hoffen, dass viele Eigentümerinnen und Eigentümer im ausgewählten Stadtteil die Sonderaktion nutzen und sich über Sanierungsmöglichkeiten informieren“, sagt Klimaschutzmanager Stefan Marquardt. „Durch die Aktion möchten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz leisten.“
Während der Vor-Ort-Beratungen verschaffen sich die erfahrenen und unabhängigen Energieberater und -beraterinnen der Verbraucherzentrale einen Überblick über alle wichtigen Bauteile und Anlagen eines Gebäudes. „Neben Wärmedämmung und Heizung prüfen wir beispielsweise auch, ob sich Investitionen in alternative Techniken wie Solaranlagen, Holzpelletheizungen oder Wärmepumpen lohnen“, erklärt Energieberater Martin Wulf. Anschließend erhalten die Eigentümerinnen und Eigentümer Sanierungsempfehlungen sowie umfassende Informationen zu staatlichen Fördermöglichkeiten.
„Natürlich kostet jede Baumaßnahme erstmal Geld, diese Investition lohnt sich aber gleich in mehrfacher Hinsicht“, betont Ressortleiter Mike Janke. „Einerseits spart man Energie und investiert in den Klimaschutz, andererseits steigert die energetische Sanierung auch den Wohnkomfort und den Wert des Hauses.“
Am Mittwoch, 9. September, stellen sich drei der fünf Berater der Verbraucherzentrale NRW auf einem Infoabend in der Begegnungsstätte Lössel, Lössel, Lösseler Straße 120, vor. In der Zeit von 17.30 bis 19.30 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich kostenlos durch spannende und informative Vorträge auf das Thema einzustimmen und mehr über die Aktion in ihrem Stadtteil zu erfahren.
Folgendes Programm ist vorgesehen:
- Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Iserlohn Dr. Peter Paul Ahrens
- Vortrag des städtischen Klimaschutzmanagers zum Thema "Klimaschutz in Iserlohn – eine Stadt im Aufbruch" (Dipl.-Ing. Stefan Marquardt)
- Vorträge von Energieberatern der Verbaucherzentrale NRW:
"Wärmedämmung – von der Kellerdecke bis zum Dach" (Dipl. Ing. Andrea Blömer) "Haustechnik – Brennwert, Heizungspumpe, Solar & Co" (Dipl. Ing. Ulrich Müller) "Förderung – Orientierung im Fördermitteldschungel" (Dipl. Ing. Ines Perschke)
Die Moderation des Infoabends übernimmt Dipl. Ing. Martin Wulf. Für eine Anmeldung und weitere Informationen können sich Interessierte aus dem Stadtteil an die Abteilung für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Iserlohn, Telefon 02371 / 217-2936, oder an die Beratungsstelle der Verbraucherzentale in Iserlohn, Telefon 02371 / 21941-05, wenden. Ebenfalls ist es möglich, eine E-Mail an iserlohn.energie@vz-nrw.de zu senden.
Alle Infos zur Energieberatungsaktion gibt es auch im Internet unter www.klimaschutz-iserlohn.de
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW wird von der Europäischen Union, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie der Stadt Iserlohn gefördert. Mehr Informationen auch unte: www.vz-nrw.de/iserlohn und www.klimaschutz-iserlohn.de
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