Iserlohn.
Das Stadtarchiv Iserlohn ist stolz auf ein kleines Jubiläum: Das 10. Halbjahresprogramm in Folge liegt vor. Die 2012 in Kooperation mit der Volkshochschule Iserlohn begonnene Reihe wird fortgesetzt und präsentiert für das zweite Halbjahr 2016 wieder ein vielfältiges Angebot von stadtgeschichtlichen Vorträgen. Flyer und Plakat der Vortragsreihe zeigen eine Kindergruppe im Iserlohner Südengraben, ein Detail von einer Postkarte aus dem Verlag Ernst Bischoff aus der Zeit um 1910. „Wie in den vergangenen Jahren ist die Themenpalette auch dieses Mal sehr weit gefasst“, informiert Stadtarchivar Rico Quaschny. Sie reicht von den ersten schriftlichen Zeugnissen Iserlohns über die Geschichte von Denkmalen bis in die jüngere Vergangenheit. Ebenso wie bisher bestreiten namhafte auswärtige und fachkundige Iserlohner Referenten von September bis November die fünf Vortragsabende. Die beiden neu initiierten Reihen „Werkstatt Stadtarchiv“ und „Iserlohner Köpfe“ werden fortgesetzt.
Der Auftaktvortrag von Prof. Dr. Paul Derks aus Essen widmet sich Iserlohns ältesten Schriftzeugnissen und wird die tatsächlich frühesten Nennungen des Ortsnamens ausmachen. Das Referententrio Dr. Ulrich Barth aus Münster, Peter Treudt und Holger Lüders aus Iserlohn stellt in einem Werkstattbericht das „Kleine-Leute-Haus“ am Südengraben 28 in Iserlohn in Geschichte, Gegenwart und Zukunft vor. Die Erforschung und Sanierung dieses Hauses ist ein aktuelles Projekt des Vereins Iserlohn denkmal, das bereits überraschende Ergebnisse verzeichnet. Anlässlich des 250. Geburtstages von Peter Eberhard Müllensiefen (1766-1847) gibt Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Präsident des Landesarchivs NRW i.R. und Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen, Einblicke in das Leben und Wirken dieses Iserlohner Unternehmers und Landrats. Eng mit Müllensiefen verbunden ist das Eiserne Kreuz in der Grüne, dessen Einweihung sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt. Stadtarchivar Rico Quaschny wird deshalb die Geschichte des Denkmals vorstellen. Zum Abschluss der Vortragsreihe referiert Peter Trotier aus Letmathe über das Schicksal des Johann Franz Trompeter aus Letmathe, der dem nationalsozialistischen Euthanasieprogramm zum Opfer fiel. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit der Stadtbücherei Iserlohn, Zweigstelle Letmathe, dem Heimatverein Letmathe und dem Förderverein Haus Letmathe statt.
Alle Vorträge beginnen um 18.30 Uhr. Mit Ausnahme des Vortrages zum Schicksal von Johann Franz Trompeter, der im Haus Letmathe angeboten wird, finden die Vorträge im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5, statt. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.
Kooperationspartner der Vortragsreihe ist die Volkshochschule, die alle Angebote des Stadtarchivs in ihr Programmheft aufgenommen hat. Eine Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen ist jedoch nicht erforderlich. Ein Flyer mit einer Terminübersicht und Informationen zu den Vorträgen liegt im Stadtarchiv und weiteren Kulturinstituten, bei der Stadtinformation und im Rathaus am Schillerplatz aus. Er wird auf Wunsch gern zugesandt und ist im Internet abrufbar unter www.archiv-iserlohn.de.
Neben den Vorträgen zeigt das Stadtarchiv in der „Alten Post“ noch bis 1. Dezember die Ausstellung „Das Westfalenlied auf historischen Ansichtskarten“. Zu sehen sind vergrößerte Reproduktionen von Postkarten, die Dr. Walter Wehner in Iserlohn bei seinen Recherchen zur Geschichte des Westfalenliedes zusammen getragen hat. Das später vertonte Gedicht von Emil Rittershaus war 1868 in Iserlohn entstanden und wurde zur Hymne Westfalens.
Die Vorträge des Stadtarchivs im II. Halbjahr 2016 im Überblick:
- Dienstag, 13. September
Iserlohns älteste Schriftzeugnisse und die Rasteder Überlieferung Vortrag von Prof. Dr. Paul Derks (Essen)
- Montag, 26. September
Werkstatt Stadtarchiv: Südengraben 28 in Iserlohn – ein „Kleine-Leute-Haus“ in Geschichte, Gegenwart und Zukunft Vortrag von Dr. Ulrich Barth (Münster), Peter Treudt und Holger Lüders (Iserlohn)
- Dienstag, 18. Oktober
Iserlohner Köpfe: Peter Eberhard Müllensiefen (1766–1847) Vortrag von Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Senden)
- Dienstag, 8. November
200 Jahre Eisernes Kreuz in der Grüne Vortrag von Rico Quaschny (Iserlohn)
- Montag, 28. November
Das Schicksal des Johann Franz Trompeter aus Letmathe – ein Opfer der NS-Euthanasie Vortrag von Peter Trotier (Iserlohn-Letmathe)
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Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:
Vortragsreihe des Stadtarchivs
Kindergruppe im Iserlohner Südengraben, um 1910
(Postkarte: Verlag Ernst Bischoff, Iserlohn / Stadtarchiv Iserlohn)
Vortragsreihe des Stadtarchivs - Flyer
Vortragsreihe des Stadtarchivs - Plakat
Vortragsreihe des Stadtarchivs - Postkarte
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