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Hanau, 29. August 2013
Reiche Ernte im interkulturellen Garten
Neues Projekt auf dem Gelände des Umweltzentrums kommt an

Die Ergebnisse im „Versuchslabor“ interkultureller Garten auf dem Gelände des städtischen Umweltzentrums sind ermutigend. Gemüse und Kräuter auf dem  13 Quadratmeter großen Areal gedeihen prächtig. Sechs Frauen aus der Türkei und dem Kosovo kommen regelmäßig in den Garten, teilen sich Gießdienst, Unkrautjäten und Ernten. Die Initiatorinnen  Pürnur Scharle vom Lamboyladen und Gabriele Schaar-von Römer vom Umweltzentrum planen, die Fläche  nächstes Jahr zu vergrößern.

Mehr Platz für Melonen wünscht sich Naksiye Türkmen. Sie hatte aus Samen aus der Türkei auf ihrem Balkon ein Pflänzchen gezogen. Doch das gedieh im  kleinen interkulturellen Garten nicht. Die Melonen-Ausbeute war eher spärlich. Stattdessen konnten reichlich Bohnen, Salat, Tomaten, Lauch und Kohlrabi geerntet werden.  In zwei Jahren, so hofft Dilek Yilmaz, ist der Wein am Zaun nebenan so kräftig, dass die Blätter für die türkischen Weinblätterwickel Sarma verwendet werden können.

„In Deutschland findet Kochen über kulturelle Grenzen hinweg statt, das wollen wir mit unserem Projekt befördern“,  erklärt Gabriele Schaar-von Römer. Sie sei immer wieder überrascht, auf wie viele Arten beispielsweise Weißkohl zubereitet werden kann. Die Frauen vom Gartenprojekt waren vor Monaten beim Kauf der Jungpflanzen im Gartenmarkt beeindruckt von der Vielfalt an Gemüse und Kräuter. Jede durfte sich einen Kräutertopf für zuhause mitnehmen. „Es macht Spaß, Neues auszuprobieren“, sagt Naksiye Türkmen. Basilikum-Pesto beispielsweise. Das wird in ihrem Herkunftsland traditionell nicht zubereitet.

Im interkulturellen Garten werde fortgesetzt, was Kindertagesstätten und Schulen an Wissen über Ernährung vermitteln, betont Lebensmittelchemikerin Daniela Dickmann, die entsprechende  Wahlpflichtkurse in Grundschulen gibt. „Wenn wir Kindern beibringen, was gesunde Lebensmittel sind, profitieren Mütter am ehesten davon, wenn sie direkt mit Obst und Gemüse umgehen.“ Wenn sie dann noch  das Gedeihen miterleben und dabei Spaß hätten, sei der Effekt besonders wirkungsvoll, glaubt sie. Das bestätigen Naksiye Türkmen, Dilek Yilmaz, Senem Pek, Nesrin Karakut, Yeter Aksoy und Soje Lasyaj. Sie lieben die Arbeit im Garten,  das gesellige Miteinander und prall gefüllte Erntekörbe. Der beschwerliche Gießdienst in den  Wochen großer Hitze ist längst in Vergessenheit geraten.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488




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Pürnur Scharle (links) und Daniela Dickmann helfen den Frauen bei der Ernte. Foto: Stadt Hanau


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Reiche Ernte im interkulturellen Garten. Foto: Stadt Hanau



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