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17. Oktober 2008
1,55 Millionen Euro: Rekordetat für Sanierung und Ausbau der Radwege

Braunschweig.

„Die Verbesserung des Radewegenetzes ist wichtiger Teil unseres Klimaschutzprogramms. In diesem Jahr kommen wir dabei einen großen Schritt voran, denn die Bauverwaltung setzt dafür einen Rekordetat von rund 1,55 Millionen Euro ein“, teilte Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink mit. „Dadurch wird Braunschweig immer mehr zu einer radfahrerfreundlichen Stadt.“ Sanierung und Neubau von Radwegen würden dadurch erheblich beschleunigt und erhielten eine neue Qualität.

Die Stadt habe ihre Investitionen in ihr rund 700 Kilometer langen Radwegenetzes in diesem Jahr erheblich aufgestockt. Statt der in der Vergangenheit üblichen 300.000 Euro (je 150.000 Euro für Sanierung und Neubau), stehen dafür in diesem Jahr 800.000 Euro zur Verfügung.

Und auch im nächsten Jahr wolle die Stadt viel für Radfahrer tun, betonte der Stadtbaurat. Die Verwaltung habe daher in den Haushaltsentwurf 2009 erneut den um eine halbe Million Euro erhöhten Betrag für Sanierung und Neubau eingeplant.

Der Stadt sei es zudem gelungen, eine 65-prozentige Förderung für Radwegneubauprojekte vom Land einzuwerben. Damit können die Radwege an der Kreisstraße K77 von Leiferde nach Groß Stöckheim und aus der Südstadt nach Rautheim gebaut werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen allein für diese Maßnahmen beträgt rund 600.000 Euro. Eine ganz neue Fahrradwegweisung mit einem Investitionsvolumen von 150.000 Euro wird ebenfalls gefördert und in Kürze in Auftrag gegeben.

„Die Stadt hat auch wegweisende Neuerungen vorgenommen“, hob Zwafelink hervor. „Braunschweig ist Vorreiter in der Region bei der Ausweisung von Fahrradstraßen, wie wir sie rund um die Technische Universität an der Pockelstraße ausgewiesen haben.“ Sie seien ein Erfolg, denn sie würden von den Radfahrern sehr gut angenommen, ohne dass sich motorisierte Anlieger beschwert hätten. Neu seien auch die gestrichelten Schutzstreifen etwa auf der Lichtenberger Straße. Diese Fahrbahnmarkierungen sollen die Sicherheit der Radfahrer erhöhen.

Neubauprogramm ausgeweitet

Die wichtigsten Projekte aus dem von 150.000 auf 500.000 Euro erhöhten Haushaltsansatz für Radwegeneubau sind der Radweg Pfälzer Straße, der sich im Ausschreibungsverfahren befindet und noch in diesem Jahr gebaut werden soll, die Radwegquerungen an der Hennebergstraße, die Ringgleisquerungen und der neue Ringgleisabschnitt von der Arndtstraße bis in die Gartenstadt, der im Dezember als neue Radwegverbindung fertig sein wird. Und in Kürze stellt die Stadt in der Innenstadt weitere Abstellanlagen für 150 Fahrräder auf.

Ende Oktober trifft sich die Radverkehrskommission, in der die Stadt, Politik, ADFC, Polizei, Verkehrswacht, Braunschweiger Forum, VCD, Fahrrad und Verkehrs AG der TU eng zusammenarbeiten, um das Neubauprogramm 2009 festzulegen. Größtes Projekt unter vielen könnte der Neubau eines Radweges zwischen Broitzem und Stiddien werden.

Jetzt doppelter Betrag für Sanierung

Konnte die Bauverwaltung in den vergangenen Jahren für die Sanierung der Radwege 150.000 Euro ausgeben, steht dafür jetzt mit 300.000 Euro der doppelte Betrag für ein umfangreiches „Deckschichterneuerungsprogramm“ zur Verfügung, um rissige, verwitterte und unebene asphaltierte Deckschichten abzufräsen und durch neue Asphaltschichten zu ersetzen. Einige Radwege werden nicht nur saniert, sondern gleich auch verbreitert - so etwa der Radweg auf der Südseite der Münchenstraße vom Donauknoten in Richtung Westtangente und auf der Südseite der Helmstedter Straße auf Höhe der Goldapstraße. Außerdem werden schlechte Übergänge vom Radweg auf einmündende Straßen beseitigt. Wo vorher spürbare Absätze waren, werden nun absatzlose Übergänge ausgebildet. Das wird beispielsweise in der Ackerstraße der Fall sein.

Rund 7.500 Quadratmeter Decken von Radwegen werden noch im Herbst erneuert. Dies betrifft im nördlichen Stadtgebiet den Bienroder Weg, den Schulweg und den Gehweg der Mark-Twain-Straße. Im westlichen Stadtgebiet werden Radwege am Lammer Kreisel, auf einigen Abschnitten der Bundesallee sowie am Neustadtring, Sackring und Münchenstraße und möglicherweise auch noch am Cyriaksring erneuert. Im Süden wird der Radweg von der Autobahnabfahrt am Sachsendamm bis zur Stettinstraße saniert. Und im Osten werden Radwegabschnitte in der Hans-Sommer-Straße und der Berliner Heerstraße, der Helmstedter Straße, der Ackerstraße sowie im Kreuzungsbereich Kurzekampstraße/ Mittelriede erneuert, aber auch der Verbindungsweg von der Mittelriede zum Karl- Hintze-Weg.

Während der Bauarbeiten sind Verkehrsbeeinträchtigungen unvermeidbar. Die Verwaltung versucht jedoch, die Belastung für Verkehrsteilnehmer und Anlieger so gering wie möglich zu halten.






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