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Interessengemeinschaft hofft auf Engagement der Öffentlichkeit / Ikone für Zivilcourage (SMS) Die überlebensgroße Statue des im Nationalsozialismus misshandelten Paul Wulf entwickelte sich während der "skulptur projekte münster 07" zu einem Publikumsmagneten. Der NS-Verfolgte hatte zeitlebens versucht, über die NS-Diktatur und ihre Folgen die Öffentlichkeit aufzuklären. Über die Erinnerung an den Antifaschisten Paul Wulf hinaus wurde die Großfigur zu einer Ikone für Zivilcourage. Mit einem Spendenaufruf soll jetzt der dauerhafte Erhalt der Skulptur „Münsters Geschichte von unten" erreicht werden. Die Arbeit von Silke Wagner erinnert an Leben und Wirken Paul Wulfs. „Es wäre phantastisch, wenn die Paul-Wulf-Skulptur durch die breite Unterstützung der Öffentlichkeit erhalten bleibt", erklärt der Direktor des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Dr. Hermann Arnhold. Mit gutem Beispiel voran geht „Tatort“-Kommissar Axel Prahl: Der Schauspieler stellte 500 Euro für den Verbleib des Kunstwerkes zur Verfügung. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Kosten inklusive Künstlerhonorar, Renovierung und regelmäßiger Plakatierung des als „Litfass-Säule“ konzipierten Objektes auf rund 50 000 Euro. Um diese Summe aufzubringen, hofft die „Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Paul-Wulf-Skulptur von Silke Wagner“ - sie ist mit Vertretern der Stadt Münster, des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte und des Freundeskreises Paul Wulf besetzt - auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Für eingehende Spenden hat der Förderverein Villa ten Hompel bei der Sparkasse Münsterland Ost ein Konto (Konto 33134, BLZ 400 501 50) eingerichtet (Stichwort „Paul Wulf“). Die Skulptur soll zunächst für eine Dauer von drei bis fünf Jahren in Münsters Innenstadt am Servatiiplatz aufgestellt werden. Anschließend wird sie an der Villa ten Hompel ihren endgültigen Standort finden. In der Sammlung des Geschichtsortes wird auch der Nachlass Paul Wulfs aufbewahrt.
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