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Städtebaupreis: Lob für Weinberg-Areal mit GRIMMWELT Kassel

Das Ensemble aus dem historischen Weinberg-Areal in Kassel und der dort im Jahr 2015 eröffneten GRIMMWELT ist am Donnerstagabend (15.9.2016) beim Deutschen Städtebaupreis belobigt worden. Kassel ist damit einer der Preisträger unter insgesamt 123 eingereichten Projekten.



16. September 2016. Die Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) hat das Weinberg-Areal mit der GRIMMWELT Kassel am Donnerstagabend in der Kategorie „Deutscher Städtebaupreis“ belobigt. Mit dem Städtebaupreis werden Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur auszeichnen. „Im inzwischen von der GRIMMWELT überragten Weinberg-Areal wird auf besondere Weise das integrative und sich positiv beeinflussende Miteinander von neuer, zeitgemäßer Architektur und Landschaftsarchitektur mit kooperativen Handlungsansätzen deutlich“, erklärt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda. „Denn das denkmalgeschützte Weinberg-Areal wird bereits seit zehn Jahren vom städtischen Umwelt- und Gartenamt in Kooperation mit der kommunalen Arbeitsförderung saniert.“

Die Parklandschaft mit ihrer reichen gartenkultureller Vergangenheit ist aufgrund ihrer zentralen Lage eng mit der Entwicklungsgeschichte der Stadt Kassel verbunden, lag jedoch Jahrzehnte brach. Indem sie behutsam und schrittweise saniert wird, konnte das lange vergessene Areal nach und nach wieder für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt geöffnet werden. Inzwischen ist der Weinberg nicht nur eine beliebte Grünfläche, sondern auch ein neuer Ort für Veranstaltungen und kulturelle Erlebnisse inmitten der Stadt.

Gekrönt wurde diese Perle Kasseler Gartengeschichte im Herbst 2015 mit der Eröffnung der GRIMMWELT. Das Büro kadawittfeldarchitektur, die Architekten des Ausstellungshauses zum Leben und Werk der Brüder Grimm, haben sich intensiv mit der Terrassen-Anlage und der Historie des Areals auseinandergesetzt. Folgerichtig haben sie das moderne Gebäude als Weiterentwicklung der vorhandenen Landschaftsarchitektur konzipiert. Natursteinmauern und Treppen prägen ebenso das Bild der GRIMMWELT wie auch das des Gartendenkmals darum herum. Von dem begehbaren Dach aus können die Besucher der GRIMMWELT in die Umgebung und auf die einmalige Lage des Neubaus schauen, bevor sie sich dem Inneren des Ausstellungshauses nähern.

Auch dort nimmt das Ausstellungshaus die Besonderheiten des umgebenen Parks auf: Ein offenes Raumgefüge organisiert auf verschiedenen Ebenen mit Treppen, Balkonen und Durchblicken lädt die Besucher ein, die Ausstellung zu durchwandern. So setzt sich das Thema der terrassierten Landschaft im Inneren des Gebäudes fort. Der Besucher erfährt einen Ort, der Zwischentöne schafft und sich der Komplexität der deutschen Sprachwissenschaft und der bedeutenden grimmschen Märchensammlung widmet. Das Haus öffnet sich aber auch für den, der die Ausstellung nicht besuchen möchte und bietet mit seinem öffentlichen Museumscafé jedem Besucher die Gelegenheit, mit Panoramablick auf die Kasseler Karlsaue und Südstadt die besondere Lage des Weinbergs bei jedem Wetter bei einem Cappuccino und einem Stück Torte zu genießen.

„Die Stadt hat bereits im Bebauungsplanverfahren die Rahmenbedingungen geschaffen, damit das Ausstellungshaus erfolgreiche in die Parklandschaft des Weinbergs integriert werden kann“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. So wurde nicht nur die genaue Lage des zukünftigen Gebäudes festgelegt, sondern auch der Erhalt der vorgelagerten historischen Mauern, der Brunnenanlage sowie von vielen Bäumen. Diese Festlegungen haben sich im Bauablauf zwar oftmals als schwierig, aber nach der Fertigstellung als optimale Lösung herausgestellt.

„Neben der gelungenen Integration des Neubaus in die gewachsenen Umgebung besticht der Weinberg inzwischen auch wieder durch eine vielfältige Bepflanzung, die sich nicht nur am historischen Vorbild anlehnt, sondern auch der Bevölkerung zu Gute kommt“, sagt Stadtbaurat Nolda. „Denn die Früchte von Weinreben und Spalierobst können von jedermann geerntet werden.“

Stadtbaurat Christof Nolda und Anja Starick, Leiterin des städtischen Umwelt- und Gartenamtes, haben die Auszeichnung am Donnerstagabend (15.9.2016) in Hannover während eines Symposiums der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung entgegengenommen. Bei dem seit 35 Jahren durchgeführten Wettbewerb wurden diesmal 79 Projekte sowie zusätzlich 44 Projekte für die Kategorie Sonderpreis eingereicht. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Bereits 2014 war die Stadt Kassel erfolgreich und erhielt eine Anerkennung mit dem Projekt „Ausbau Goethe- und Germaniastraße“.

Hintergrund: Der Deutsche Städtebaupreis

Mit dem Deutschen Städtebaupreis werden städtebauliche Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur auszeichnen. Dabei sollen die Projekte den aktuellen Anforderungen an zeitgemäße Lebensformen ebenso Rechnung tragen wie den Herausforderungen an die Gestaltung des öffentlichen Raums, dem sparsamen Ressourcenverbrauch sowie den Verpflichtungen gegenüber der Orts- und Stadtbildpflege. Der parallel zum Städtebaupreis ausgelobte Sonderpreis dient der Akzentuierung besonders dringlicher Handlungsfelder im Städtebau und in der Stadtplanung. Das Thema des Sonderpreises 2016 lautet „Soziale Impulse durch Städtebau – Urbane Kooperationen und neue Nachbarschaften“.

http://staedtebaupreis.de/

Weitere Links zum Thema

Die Weinberg-Terrassen http://bit.ly/Weinberg1509

Ein Jahr GRIMMWELT http://bit.ly/grimmwelt0409

Homepage der GRIMMWELT http://www.grimmwelt.de/

Im April 2016 wurde die GRIMMWELT mit dem „polis Award“ in der Kategorie „Lebenswerter Freiraum“ ausgezeichnet: https://polis-magazin.com/2016/04/die-sieger-des-polis-award-2016/

Die Leser des Magazins „german architects“ haben die GRIMMWELT zum „Bau des Jahres 2015“ gewählt: http://www.german-architects.com/architektur-news/meldungen/Maerchenmuseum_ist_Bau_des_Jahres_2015_5467

Bildunterschriften:

Stadtbaurat Christof Nolda und Anja Starick, Leiterin des Umwelt- und Gartenamtes nehmen die Urkunde des Deutschen Städtebaupreises entgegen. Foto: Stadt Kassel

Die GRIMMWELT auf dem Weinberg in Kassel. Foto: Stadt Kassel/Martina Schwarz-Eull

Die Weinberg-Terrassen in Kassel. Foto: Stadt Kassel/Martina Schwarz-Eull

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Städtebaupreis 2016

Die GRIMMWELT auf dem Weinberg in Kassel. Foto: Stadt Kassel/Martina Schwarz-Eull

Städtebaupreis 2016

Die Weinberg-Terrassen in Kassel. Foto: Stadt Kassel/Martina Schwarz-Eull

Städtebaupreis 2016

Stadtbaurat Christof Nolda und Anja Starick, Leiterin des Umwelt- und Gartenamtes nehmen die Urkunde des Deutschen Städtebaupreises entgegen. Foto: Stadt Kassel



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